Akureyri
Wir hüpfen um 6 Uhr aus dem Bett. Naja, wir schleichen, steigen in die Sachen und fahren zum 12 Minuten entfernten Godafoss. Den wollen wir gern bei Sonnenschein anschauen, ab 7 Uhr soll es laut Wetterbericht heute zuziehen.
Am Wasserfall angekommen, haben wir tatsächlich immer mal ein wenig Sonne und können schöne Fotos schießen. Ein weiterer Vorteil ist, dass wir um diese Zeit ganz allein sind. Wir schlendern den kurzen Wanderweg entlang und genießen die Ruhe und den Wasserfall in der Morgensonne.
Der Goðafoss ist mit 30 Metern Breite der breiteste Wasserfall Islands und wird deshalb auch der isländische Niagarafall genannt. Er fließt in eine hufeisenförmige Schlucht.
Nachdem wir unsere Fotos geschossen haben, legen wir uns im Camper nochmal hin und schlafen noch eine Runde. Außer Anke und Mattis, die sind wach und vertreiben sich die Zeit mit einem Spiel.
Gegen 9 fahren wir nach Akureyri, der zweitgrößten Stadt Islands. Dort schauen wir uns den botanischen Garten an.
Wir stellen fest, dass schon etliche der Pflanzen hier in Ankes Garten wachsen. Andere, die wir toll finden, notieren wir als Inspiration für unseren Garten.
Heute haben wir nicht mehr viel vor. Daher können wir nach dem botanischen Garten mal etwas aufwändiger kochen.
Ich bin gestern auf dem Campingplatz mit einigen Isländern ins Gespräch gekommen, die uns das Schwimmbad von Akureyri sehr empfohlen haben. Generell hat hier jede halbwegs große Stadt ein eigenes Schwimmbad. Dank der reichlich vorhandenen geothermalen Energie sind die Becken immer gut beheizt.
Das Schwimmbad hat zwei Becken mit Bahnen (37 Grad warm), zwei tolle Rutschen, eine Dampfsauna mit Tauchbecken und 5 verschiedene heiße Becken mit Temperaturen von 38 bis 44 Grad.
Nach dem Baden geht es weiter in Richtung Westen. Die Landschaft verändert sich, wo vorher Lavafelder waren, erstrecken sich ausgedehnte saftig grüne Weidewiesen.
Wir durchqueren Berge, in denen die Wolken festhängen. Ein paar Kilometer lang regnet es und wäscht den Staub und den schwarzen Sand vom Wohnmobil.
Am Fuße der Berge ist unser heutiger Campingplatz. Eine große Wiese, außer einem unbewohnten Wohnwagen sind wir hier alleine.