Westfjorde
Auf dem Campingplatz gibt es auch so eine große Hüpfburg. Die Kinder beeilen sich mit dem Frühstück und toben sich aus, während wir den Camper startklar machen. Anschließend geht es los in Richtung der Fjorde.
Die Straßen zwischen den Fjorden sind unterschiedlich gut ausgebaut. Wir können zwar den größten Teil der Strecke auf Asphalt fahren, zwischendurch kommen aber immer mal weite Strecken, wo nur Schotter liegt. Als wir uns dem ersten Ziel, dem Dynjandi Wasserfall nähern, wird die Straße schlechter und geht irgendwann in eine Straßenbaustelle über, wo sich schlammige und steinige Stellen abwechseln. Aber als uns dann ein Reisebus entgegen kommt, wissen wir, dass wir die Strecke auch mit dem Camper fahren können.
Als wir am Dynjandi ankommen, stehen auf dem Parkplatz noch 5 weitere Reisebusse und es gibt lange Schlangen am Aufstieg zum Wasserfall. Wir setzen erst einmal Kartoffeln für das Mittagessen an und schneiden Möhren. In der Zwischenzeit sind die Menschen und die Busse wieder verschwunden.
Wir fahren weiter, tiefer in die Fjordlandschaft hinein. Die Busse sind zum Glück in die andere Richtung unterwegs.
Die nächste Station ist der Reykjafjarðarlaug Hot Pool. Hier fließt ein heißer Bach ins Meer, der erst zu einem Becken mit über 40 Grad gestaut wird und dann einen großen Pool mit etwa 36 Grad warmen Wasser speist.
Es sind kaum Menschen hier, wir treffen nur ein paar Deutsche und zwei Amerikaner.
Nachdem wir ordentlich durchgegart sind, geht es weiter in Richtung Westen. Wir haben noch einen weiteren Hot Pool auf dem Programm.
Der Pollurinn Hot Pool liegt nahe eines kleinen Örtchens mit Campingplatz und ist entsprechend gut besucht. Es sind vorwiegend Einheimische, die wir gleich mal über die Zustände der Straßen hier ausfragen.
Wir halten Familienrat und überlegen, wie weit wir noch fahren. Entweder können wir uns wieder nach Süden wenden, dort gibt es gute Straßen. Oder wir fahren bis ganz ans westliche Ende des Fjords, das ist allerdings ein ganzes Stück Schotterstraße. Wir entscheiden uns für die Schotterstraße…
Als der Asphalt endet, ist das Ziel noch 35 Kilometer entfernt. Das Navi plant dafür eine gute Stunde. Der Straßenzustand wechselt ständig, manchmal können wir 50 oder 60 fahren, manchmal ist Loch-an-Loch und wir schaukeln in Schrittgeschwindigkeit durch.
Das Fahren ist anstrengend und braucht viel Konzentration, macht mir aber auch wahnsinnig Spaß.
Nach etwas über einer Stunde kommen wir in Látrabjarg an. Es ging zum Schluss noch ordentlich bergauf. Der Parkplatz ist von 400 Meter hohen Klippen umgeben, auf denen unzählige Seevögel nisten.
Wir essen auf dem Parkplatz Abendbrot und brechen dann zu einem kleinen Spaziergang die Klippen entlang auf.
Wir sind etwa 23 Uhr zurück am Camper. Bis zum Zeltplatz müssen wir noch eine halbe Stunde fahren. Dieser liegt auf einer Wiese inmitten einer Bucht mit Sandstrand.
In der großen und gut ausgestatteten Küche das Campingplatzes (es gibt einen Mixer!) setzen wir noch eine Kürbissuppe für morgen an - ich schreibe das Reiseblog, während es köchelt.
1 Djúpidalur Camping
2 Dynjandi Wasserfall
3 Reykjafjarðarlaug Hot Pool
4 Pollurinn Hot Pool
5 Látrabjarg Klippen
6 Breiðavík Camping